Europa und das Erstarken rechtspopulistischer Parteien

Europa und das Erstarken rechtspopulistischer Parteien

 

 

VIVE LA FRANCE ET L´ EUROPE

Kommentar von Elena Gugliuzzo zum Thema "Europa und das Erstarken rechtspopulistischer Parteien"

 

 

 

Am vergangenen Sonntag hat Frankreich glücklicherweise gezeigt, dass es (in der Mehrheit) noch immer an „liberté, égalité und fraternité“ festhält. An diesen Wahlspruch der französischen Republik, der seinen Ursprung in der französischen Revolution von 1789 hat, sollte gerade in der heutigen Zeit unbedingt erinnert werden. Die Garantie von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ist das höchste Gut in freien Demokratien und darf niemals gefährdet werden. Leider jedoch ist und bleibt der Mensch schnell beeinflussbar und somit leicht manipulierbar, wie sich beispielsweise an den jüngsten Wahlerfolgen rechtsgerichteter, faschistischer Parteien in ganz Europa zeigen lässt. Diese Parteien nutzen nämlich die Verunsicherung der Menschen für ihre Zwecke und missbrauchen somit deren Ängste für ihre Sache. So zum Beispiel Marine Le Pen, die in ihrem nationalistischen Programm unter anderem für den EU-Austritt Frankreichs wirbt, einen Zuwanderungsstopp anstrebt und die Abschiebebedingungen für Ausländer generell erleichtern will.
10,6 Millionen (*) Franzosen und somit 33,9 % haben tatsächlich für diese rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin gestimmt. Zwar ist die Wahl in Frankreich glimpflich ausgegangen, sie verdeutlicht aber dennoch die tiefe Gespaltenheit nicht nur in der französischen Nation, sondern in der gesamten europäischen Gesellschaft. Vor einer Vernetzung und damit einem Aufschwung dieser Parteien in Europa warnt auch Ralf Melzer, Herausgeber der Studie „Gespaltene Mitte – feindselige Zustände“ und Leiter des „Projekt Rechtsextremismus“ (*). Er sagt, die radikalen Rechten in Europa werden zunehmend schlagkräftiger und profitieren von den Erfolgen der anderen. Ihre Ziele sind vor allem der Austritt aus der Europäischen Union, die Positionierung gegen den Islam und die Ablehnung der Gender-Gleichberechtigung. Wie aber ist es möglich, dass solche Parteien in unserer heutigen, modernen Gesellschaft ankommen? Wo ist das einst geeinte Europa geblieben, für das Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit immer oberste Priorität besaß? Die Zukunft Europas ist gefährdet, ob wir noch rechtzeitig den Absprung schaffen wird sich zeigen. Daher ist es schon jetzt umso wichtiger Zeichen zu setzen und sich all dem entgegenzustellen. Aus diesem Grund positionieren auch wir von Channel Welcome uns hiermit deutlich gegen den gegenwärtig aufsteigenden Faschismus, den Rechtsradikalismus, gegen die Unmenschlickeit und gegen die Hetzerei von rechts.

Channel Welcome ist politisch, nicht parteipolitisch. Wir wollen unsere Ansichten hiermit deutlich äußern.
Und wir sind froh, dass sich in Frankreich eine deutliche Mehrheit erfolgreich gegen eine rechtsradikale, rassistische und ausländerfeindliche Politikerin gewehrt hat.

Quellen:Süddeutsche Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/politik/analyse-zur-frankreich-wahl-fuer-le-pen-beginnt-nun-der-wahre-kampf-1.3495496
tagesschau.de https://www.tagesschau.de/inland/rechtspopulistische-parteien-europa-101.html

 

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