Deutsche Filmleitkultur vs. Netflix – Blockbuster. Regie:Helmut Dietl Teil II

Deutsche Filmleitkultur vs. Netflix – Blockbuster. Regie:Helmut Dietl Teil II


 


Wir schreiben das Jahr 2017.
Deutschland ist im weltweiten Filmranking auf Ramschniveau abgestiegen.
Die Filmkulturförderung wurde schon lange abgeschafft und durch eine Filmwirtschaftsförderung ersetzt. Zusammen mit Vertretern des Staatsrundfunks teilen sich wenige Filmschaffende und Lobbyisten den riesigen Kuchen aus Steuergeldern, Rundfunkzwangsabgaben und Werbeeinnahmen.
Doch immer mehr Kreativfilmschaffende beginnen sich zu wehren. Der Staatsrundfunk wacht allmählich mit einem Auge aus der Lethargie und bemüht sich mit Unsummen in die Fußstapfen von Netflix und Co. zu steigen. Bisher bleibt es jedoch bei kläglichen Versuchen. Wie Phönix aus der Asche taucht plötzlich die Produktionsfirma FrauenFilmenFrauen mit ihrer Junior-Producerin Laura Cornelia Becker auf.
Das Drehbuchduo Raab/Böhmermann wird verpflichtet, die mit einer weltweit noch nie dagewesen Vorgehensweise ein Drehbuch erstellen, das House of Cards in den Schatten stellen soll. Dazu schaffen sie zunächst mit eigens geschaffenen Figuren eine neue Realität, aus denen das eigentliche Drehbuch entsteht. Ein absolutes Novum, bahnbrechend. Figuren wie Frauke Petry, Beatrice von Stroch, Alice Weidel oder Alexander Gauland entstehen so, und, obwohl die Vorgehensweise bekannt, spielen die Menschen mit, als wäre dies Realität.
Aber dem noch nicht genug, der Produktionsfirma gelingt es via Medium den Regisseur Helmut Dietl zu verpflichten.
Da das Projekt so waghalsig und finanziell so aufwendig ist, kann eine Realisierung ohne Fördermittel nicht funktionieren. Konflikte sind vorprogrammiert. So muss die Producerin Laura Cornelia Patricia Becker regelmäßig bei der deutschen Filmwirtschaftsförderung DFWF vorstellig werden, die meist banale Komödien unterstützt, die Rendite versprechen, und extrem skeptisch ist, zumal gerade eine Hauptdarstellerin des Vorhabens Frauke Petry ihr Management ohne Absprache gewechselt hat, und nun alle Irritiert sind.
Eine undichte Stelle im Vergabeausschuss der Filmwirtschaftsförderung spielt dem kleinen Internetkanal Channel Welcome die zu Dokumentationszwecken aufgezeichneten Sitzungen zu.

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