Kurznachrichten aus Deutschland und der Welt von Aylin Dericioglu – November 2016  

Kurznachrichten aus Deutschland und der Welt von Aylin Dericioglu – November 2016  

EU-Kommissar Günther Oettinger: Auf niedrigstem Niveau Deutschland repräsentieren; Eltern hindern Schüler an Ausflug in Moschee; Münchener Mauer; Pegida-Gründer zur unerwünschten Person erklärt; Deutschlands Rüstungsexporte steigen erneut; Erdogans Traum vom Osmanischen Reich; Exekution in Israel;
Das sind die Themen der Nachrichten aus der 16. Sendung.

 

 

Kurznachrichten aus Deutschland und der Welt - November 2016
 
EU-Kommissar Günther Oettinger: Auf niedrigstem Niveau Deutschland repräsentieren.

Als Vertreter der Europäischen Union und der Bundesregierung Deutschland Menschen aus China mit den Synonymen Schlitzaugen und Schlitzohren zu bezeichnen, daran sieht der EU-Kommissar nichts Verwerfliches.
In seiner Rede am 26.10 in Hamburg bei einem Abendessen vor Unternehmern holte Oettinger zu einem Rundumschlag auch gegen Homosexuelle, Frauen, die Maut, sogar gegen CSU-Chef Horst Seehofer auf: Über chinesische Unternehmer sagte er wörtlich weiter:
"Alle: Anzug, Einreiher dunkelblau, alle Haare von links nach rechts mit schwarzer Schuhcreme gekämmt."
Weiter schwadronierte der ehemalige baden-württembergischer Ministerpräsident von der Einführung einer „Pflicht-Homoehe“ und einige Unternehmer im Publikum quittierten seine Pointen mit Lachern.
Die Antirassismus-Organisation Egam forderte von Bundeskanzlerin Angela Merkel Konsequenzen gegen Oettinger, der zum Jahreswechsel das wichtige Haushaltsressort in der Kommission übernehmen soll.
Der Verleger Sebastian Marquardt nahm Teile von Oettingers Auftritt mit seinem Smartphone auf und veröffentlichte diese auf Youtube.
Inzwischen hat sich Oettinger für seine Aussage über Chinesen entschuldigt

 
Eltern hindern Schüler an Ausflug in Moschee

In Rendsburg Schleswig-Holstein weigerten sich Eltern ihr Kind in ein islamisches Gotteshaus gehen zu lassen. Das Ordnungsamt verhängt ein Bußgeld.
Die Eltern fürchteten um "Leib und Leben" ihres Sohns. Sie hätten so viele Berichte über islamistisch motivierte Gewalt gehört, da wollten sie ihr Kind nicht "zu Menschen schicken, die es als sogenannten Ungläubigen verachten", so ihr Anwalt, Alexander Heumann. Heumann selber engagierte sich in der AfD und ist Mitglied des Vereins "Bürgerbewegung Pax Europa", der vor einer "Islamisierung" der Gesellschaft warnt.
Armes Kind.

Münchener Mauer
Münchner Mauer soll vor Flüchtlingslärm schützen

Im Münchner Stadtteil Neuperach entstand auf Druck einer Bürgerinitiative eine ca. 4 Meter hohe und ca. 100 Meter lange Lärmschutzmauer vor einer geplanten Flüchtlingsunterkunft, in der nach aktuellem Stand einem 160 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einziehen sollen.
Die Häuser der Kläger liegen 25 Meter hinter der Grundstücksgrenze der Unterkunft, getrennt durch einen mit Bäumen und Büschen dicht bewachsenen Grünstreifen, einem Fuß- und Radweg sowie deren eigene Gärten.
Ebenfalls musste die Mauer durch ein Lärmschutzgutachten 4 Meter Höhe aufweisen, und aus einer Beschaffenheit sein, die Ballwurfspiele nicht zulässt.
Für eine nahe gelegene Unterkunft, die nur 50 Meter entfernt von der achtspurigen Autobahn entstand, galten diese Vorschriften offenbar nicht. Die dortige Lärmschutzmauer weist nur eine Höhe von drei Metern auf.

Pegida-Gründer zur unerwünschten Person erklärt. Lutz Bachmann wurde auf Teneriffa zur "unerwünschten Person" erklärt

Der Dresdner Pegida-Gründer und Vorstand Lutz Bachmann der unter anderem wegen vielfachen Einbruchs, Drogenbesitzes und Drogenhandels mehrfach verurteilt wurde, ist vor zwei Monaten mit seiner Frau nach Teneriffa gezogen. Jetzt hat ihn das dortige spanische Parlament zur "unerwünschten Person" erklärt.

Deutschlands Rüstungsexporte steigen erneut.Deutschland verzehnfacht Ausfuhr von Kleinwaffenmunition.

Allein die Ausfuhr von Munition für Kleinwaffen hat sich in diesem Jahr verzehnfacht. Mit ihnen werden in Bürgerkriegen wie in Syrien die meisten Zivilisten getötet.
Der Wert der Genehmigungen für Munition kletterte von 27 Millionen auf 283,8 Millionen Euro.
Dabei rückte die Türkei als Abnehmer seit Beginn der Flüchtlingskrise mit einem Volumen von 76,4 Millionen Euro von Platz 25 auf Rang 8 vor.

Erdogans Traum vom Osmanischen Reich
Eine Rückkehr zu altem Glanz verspricht der türkische Präsident Erdogan seinen Anhängern.

"Wir haben unsere derzeitigen Grenzen nicht freiwillig akzeptiert", sagte er kürzlich in einer Rede. Erdogan wird schon jetzt als Sultan tituliert, ganz nach dem Vorbild des osmanischen Reiches.
Das türkische Staatsfernsehen zeigt das Land zum Teil schon in den Grenzen des alten Osmanischen Reichs - und das Militär greift längst in Nachbarstaaten ein.

Exekution in Israel
Der Terrorist hat noch gelebt. Er musste sterben"

Mit diesen Worten rechtfertigte ein israelischer Soldat die Ermordung eines verletzt am Boden liegenden Palästinenser, den er aus wenigen Metern Entfernung mit einem Gewehr hinrichtete. Er landet vor Gericht, Doch bei Teilen des israelischen Volks gilt er als Held.
Auf einem Hausdach steht ein palästinensischer Familienvater und filmt. Am selben Morgen lädt er das Video auf Facebook hoch. Er löst damit einen Sturm aus. Das Video zeigt die Exekution von Abdel Fattah al-Sharif, 21 Jahre alt.

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